Essen als Belohnung

Essen als Belohnung

Wir essen so oft, weil wir uns belohnen wollen.

Kinder kriegen einen Nachtisch als Belohnung, wenn sie aufgegessen haben.

Einen Keks, wenn das Zimmer aufgeräumt wurde.

Das kennen wir teilweise noch aus unserer Kindheit und geben es dann an unsere Kinder weiter.

Eigentlich ist das Verhalten aber grundsätzlich verkehrt.

Essen ist keine Belohnung, Essen so zu behandeln führt zu Fettleibigkeit und Krankheiten.

Es führt zusätzlich dazu in der Jugend schon zum Frustesser zu mutieren.

Wenn Essen nicht mehr als Nahrungsaufnahme gesehen wird, sondern als Bewältigungsmechanismus, dann kann das gesundheitliche Folgen haben.

Essen darf Spaß machen, es darf auf lecker sein, versteht mich hier nicht falsch bitte.

Es sollte aber weniger zweckentfremdet werden, als wir es so oft tun.

So kann ein natürliches Verhältnis zur Nahrung entstehen und auch das Bewusstsein für unser Sättigungsgefühl Aufrecht erhalten werden.

Fazit:

Du kannst mit Essen ganz viel machen. An Festtagen oder zu besonderen Anlässen darf essen gut und gerne zur Tradition werden.

Bestimmte Menüs gehören einfach zu den Weihnachtstagen dazu, so wie die Geburtstagstorte und Leckereien zu besonderen Anlässen. Das ist völlig normal und auch völlig ok.

Aber Belohnungen haben nichts mit Nahrungsaufnahme zu tun, Belohnungen für was auch immer gehören ganz woanders hin. Und es gibt tolle Ideen, die mindestens genau so schön sind und ihren Zweck noch viel besser erfüllen, ohne negativen Nebeneffekt.

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Warum wir essen?

Über unsere Nahrung nehmen wir Nährstoffe auf, die unser Körper zum funktionieren braucht.

Eine ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Grundpfeiler für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Dieses Wissen ist Dir vermutlich bereits bekannt.

Jetzt kommen wir aber zu den Gründen, warum wir essen, die nicht mehr so viel mit Gesundheit & Wohlbefinden zu tun haben, sondern mit unseren Gewohnheiten.

Es gibt Verhaltensweisen, die wir aus unserer Kindheit und teils aus der Erziehung und dem Vorleben unserer Eltern mitgenommen haben.

Der Satz „Wenn du deinen Teller nicht leer ist, ist morgen schlechtes Wetter“, ist für viele ein alltäglicher Begleiter am Essenstisch gewesen.

Immer aufessen zu müssen, ist prägend bis ins Erwachsenenalter für einige von uns.

Heute stelle ich euch aber einige Esser vor, die wir vermutlich auch alle kennen.

Vorab ganz wichtig, wenn du dich in einem der Punkte wieder findest, dann ist das gar nicht schlimm.

All diese Verhaltensweisen können auch wieder abtrainiert werden.

Der Frustesser:

Etwas läuft schief in deinem Leben und der Griff zum Kühlschrank geht parallel damit einher.

Süßigkeiten und Leckereien lösen kurzzeitig Glücksgefühle in uns aus, die alles andere weniger schlimm erscheinen lassen.

Der Langeweile-Esser:

Das Bedürfnis immer etwas zu tun zu haben, gibt uns ein gutes Gefühl.

Zu kauen oder etwas in der Hand zu haben, bedeutet Beschäftigung.

Wir sind den ganzen Tag Reizen ausgesetzt und es ist schon fast alltäglich, selbst beim Fernsehen das Handy in der Hand zu haben.

So ist es auch mit essen.

Beim Fernsehen zu essen, am Schreibtisch, beim Autofahren, einfach immer.

Wenn wir NUR eine Ablenkung haben, ist uns essen als zusätzliche Beschäftigung willkommen.

Der Angebotsesser:

„Jeden Tag um 13 Uhr wird gegessen, auch wenn am Wochenende mal erst um 11 Uhr gefrühstückt wurde.“

„Wir sind ja so oft nicht hier, da muss ich das jetzt essen (auf dem Weihnachtsmarkt; auf dem Wochenmarkt; im Möbelhaus)

„Bei den Großeltern gibt’s jeden Nachmittag Kuchen, ich esse mit, obwohl, ich keinen Hunger habe..“

All das sind Aussagen, die den meisten Menschen nicht fremd sind.

Was sich in all den unterschiedlichen Essern wiederspiegelt ist, dass wir essen ohne Hunger.

Wir haben mit diesen Verhaltensweisen teilweise unser Hungergefühl komplett ausgehebelt. Bis uns unser Magen wirklich sagt, dass wir Hunger haben, müsste schon einiges passieren.

Die gute Nachricht ist, wir können uns unser antrainiertes Verhalten auch wieder abtrainieren.

Das funktioniert ganz einfach, indem wir lernen, was wirklich unsere Bedürfnisse sind.

Wenn du wieder einmal zur Schokolade greifen möchtest, sei Dir immer Gewiss, dass diese Tafel Schokolade niemals die Lösung ist.

Frag dich viel mehr, was du damit kompensieren möchtest.

Und ganz wichtig, bewerte dich nicht.

Erwarte auch nicht von heut auf morgen, dass sich dein Essverhalten grundlegend ändert.

Schau dir dein Essverhalten mal eine Woche ganz genau an.

Hinterfrage jedes einzelne Essen.

Isst du das jetzt, weil du Hunger hast oder isst du das jetzt, weil

  • du müde bist,
  • Dir langweilig ist,
  • alle anderen auch grade essen,
  • es weg muss.

Finde dies eine Woche lang heraus und schärfe deine Sinne dafür. Du wirst feststellen, dass wirklicher Hunger ein ganz kleiner Bestandteil deiner Nahrungsaufnahme ist.

Wenn du das eine Woche lang gemacht hast, arbeite die „Bedürfnisse“ Stück für Stück ab.

Nimm dir beispielsweise vor, „Essen, weil etwas weg muss (weil es sonst abläuft; das letzte in der Packung ist oder oder oder)“ merzt du aus.

Plane deine Einkäufe & Mahlzeiten sinnvoller, weil du jetzt im Hinterkopf hast, dass du es sonst tatsächlich wegschmeißt, anstatt es notgedrungen zu essen.

Umso mehr du deine eigentlichen Bedürfnisse hinter deinen Mahlzeiten kennenlernst, umso mehr kannst du sie reduzieren.

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